Energiekrise – So kannst du kurzfristig und auf lange Sicht Energie sparen

Nina Beuvink
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Angesichts der aktuellen Energiekrise ist Energiesparen wichtiger denn je. Die Zahlen, wie viel Energie wir im Durchschnitt hierzulande benötigen, sind beeindruckend: In Deutschland verbrauchen etwa 41 Millionen private Haushalte zusammen etwa 670 Terrawattstunden Energie für Wärme und Strom in einem Jahr. Deutlich höher ist der Energiebedarf im gewerblichen Bereich: Es sind etwa 1000 Terrawattstunden, die von Industrie, Gewerbe, Handel und im Dienstleistungsbereich verbraucht werden.

Kurzfristig Energie sparen

Laptop statt Desktop-PC im Homeoffice

Homeoffice: Laptop oder Desktop-PC?  Wenn die Leistung eines einfachen Laptops für die Arbeit ausreicht, so ist dieser energetisch gesehen die bessere Wahl. Ein kleines Gerät wie ein Laptop verbraucht in der Regel weniger Energie als ein Desktop-PC. Wenn du hier Strom sparen möchtest, überlege dir genau, wie viel Leistung du für deine Arbeit benötigst. Wenn es deine Anforderungen erlauben, solltest du das leistungsschwächere Gerät verwenden.

Fernseher: Größe zählt

Je größer der Fernseher, desto mehr Energie verbraucht er auch. Mit jedem Zoll, den der Bildschirm aufweist, steigt der Stromverbrauch. Daher solltest du dir genau überlegen, welche Größe du bei deinem Fernseher tatsächlich brauchst. Außerdem gilt hier wie bei anderen technischen Geräten auch: Ältere Geräte sind wahre Stromfresser. Wenn du dir einen neuen Fernseher anschaffst, solltest du neben der Größe auch auf die Energieeffizienz des Gerätes achten. Dabei können dir EU-Energieeffizienzlabels helfen.

Heizkörper regelmäßig entlüften

Wenn Luft in einem Heizkörper ist, dann arbeitet dieser nicht mehr so effizient, wie er könnte. Die Heizkörper regelmäßig zu entlüften, kann Abhilfe schaffen. Das dauert pro Heizkörper im Durchschnitt nur fünf Minuten. Das ist gut investierte Zeit, denn durch regelmäßiges Entlüften deiner Heizkörper kannst du deine jährlichen Heizkosten um etwa 1,5 Prozent senken. Noch mehr Energiespartipps rund um das Thema Heizen findest du hier.

Effizientes Heizen mit smarten Thermostaten

Programmierbare Thermostate können beim Energiesparen helfen. Sie sind in der Regel schnell installiert. Über ein solches smartes Thermostat kannst du dann die optimale Raumtemperatur und die Zeit einstellen, in der geheizt werden soll. So ist die Heizung nur dann an, wenn sie auch wirklich gebraucht wird, und du sparst Energie. Ein smartes Thermostat für deine Heizung verbindet Komfort mit der Möglichkeit Energie zu sparen.

Hydraulischer Abgleich für die Heizungsanlage

Vielleicht hast du schon einmal etwas von einem hydraulischen Abgleich der Heizung gehört?  Dabei stellt ein Fachbetrieb fest, ob die Heizung richtig eingestellt ist und überprüft, ob alle Heizkörper im Haus die nötige Wärme abgeben können. Hierfür wird untersucht, wie das Wasser innerhalb des Heizungssystems fließt. Ist ein Heizsystem nicht hydraulisch optimiert, so bekommen einige Heizkörper zu viel Heizwasser und andere zu wenig. Bei zu viel Heizwasser wird der Raum über Gebühr beheizt. Kommt zu wenig Heizwasser an, erwärmt sich der Raum nicht optimal. Durch einen hydraulischen Abgleich kann die Wärme gleichmäßiger im Haus oder in der Wohnung verteilt werden. Wichtig zu wissen: Privatpersonen können sich 15 Prozent der Kosten erstatten lassen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM).

Langfristig Energie sparen

Altbauten energetisch sanieren lassen

Altbauten sind in der Regel nicht gut gedämmt, wodurch in der Heizperiode viel Wärme verloren geht. Eine Sanierung lohnt sich für dich also besonders, wenn du in einem Altbau wohnst. Durch gedämmte Fassaden, neue Fenster und moderne ökologische Heizungen können so bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Aktuell fördert die KfW-Bank energetische Sanierungen mit vergünstigten Krediten.

In eine neue Heizpumpe inverstieren

Die Heizpumpe läuft die ganze Heizperiode über. Dabei produziert sie nicht nur Wärme, sondern verbraucht auch Strom. In einem durchschnittlichen Haushalt mit vier Personen ist die Heizpumpe daher für etwa 10 Prozent der Stromkosten verantwortlich. Mit einer modernen und effizienten Pumpe verbrauchst du bis zu 80 Prozent weniger Strom. Eine Investition kann sich also lohnen.

Heizen mit erneuerbaren Energien

Gerade die Besitzer von neueren, gut gedämmten Immobilien können auf Alternativen zu fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Heizöl setzen. Am weitesten verbreitet sind Wärmepumpen oder Biomassekessel. Wärmepumpen nutzen die Wärme aus der Umwelt, in der Regel aus dem Boden oder aus der Luft, um Innenräume zu beheizen. Wärmepumpen sind besonders in gut gedämmten Häusern, welche eine niedrige Vorlauftemperatur erlauben, effizient. Bei einem Biomassekessel werden üblicherweise Pellets genutzt, um die Heizung zu betreiben. Angesichts der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt ist Biomasse derzeit stark nachgefragt. Deshalb haben sich aktuell auch die Kosten für Pellets deutlich gesteigert.

Warmes Wasser durch die Kraft der Sonne

Warum nicht die Sonne nutzen und mit einer Solarthermie-Anlage zum Beispiel Wasser erwärmen? Dabei wird über flache oder röhrenförmige Sonnenkollektoren auf dem Dach Wärme gewonnen, mit der Wasser erhitzt wird. Die Kollektoren verfügen über eine schwarze Absorberfläche, über die die Wärme aus der Sonne gewonnen wird. Eine Solarthermie-Anlage kann Wärme für das Warmwasser in einem Haushalt liefern oder auch zur Unterstützung der Heizung eingesetzt werden. Du kannst zwar mit einer solchen Anlage deine Heizung nicht vollständig ersetzen, aber den Energieverbrauch deiner Heizung deutlich senken.

Energieeffiziente Fenster und Türen einbauen lassen

Schlecht isolierte Fenster und Türen können echte Energiefresser sein. Alte Fenster und Türen sind oft nicht ausreichend isoliert. Mit energieeffizienten Fenstern und Türen mit einer guten Isolierung lassen sich 10 bis 20 Prozent der eingesetzten Heizenergie sparen.

Du willst noch mehr Tipps, wie du in der Energiekrise deinen Energieverbrauch senken kannst?

Hier geben wir die weitere Energiespartipps für den Alltag.

Nina Beuvink


Studentische Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation
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