Fördermittel für Photovoltaik, Strom und Wärme

Gast Autor
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Die Energieversorgung soll umweltschonender und klimaverträglicher werden. Ein Schlüssel zur Lösung ist der Verzicht auf fossile Brenn-, Kraft- und Heizstoffe. Mittlerweile wird fast die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugt. Aber auch in der Wärmeversorgung leisten erneuerbare Energien wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseanlagen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Wenn auch Ihr einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchtet und an einer nachhaltigen Energieerzeugung für Euer Zuhause oder Unternehmen interessiert seid, solltet Ihr jetzt unbedingt weiterlesen. Jetzt ist es an der Zeit, Fördermittel für Photovoltaik, Stromspeicher und Heizsysteme zu nutzen!

Nachfolgend stellen wir Euch aktuelle Förderprogramme rund um das Thema erneuerbare Energien vor. Dabei geht es unter anderem um Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen, Windkraft- oder Wasseranlagen und Biomasseanlagen. So könnt Ihr problemlos Fördermittel beantragen – und so die Umwelt und euren Geldbeutel schonen!

Batteriespeicher in Verbindung mit einer neuen Photovoltaikanlage

Im Rahmen des Programms „progres.nrw“ fördert das Land Nordrhein Westfalen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neuen Photovoltaikanlage.

Wer hat Anspruch auf die Förderung eines Batteriespeichers?

Anspruch auf die Förderung eines Batteriespeichers haben:

  • Privatpersonen
  • Freiberuflich Tätige
  • Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen)
  • Gemeinden und Gemeindeverbände, soweit sie als Träger von Schulen, Kindergärten, wissenschaftlichen, sozialen, kulturellen, religiösen, karitativen oder sportlichen Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit auftreten

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Anschaffung eines stationären Batteriespeichers in Kombination mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage.

Wie hoch ist die Förderung beim Kauf eines Batteriespeichers?

Mit dieser Förderung könnt Ihr beim Kauf eines Batteriespeichers rechnen:

  • 150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität
  • Die Förderungshöchstgrenze liegt bei 75.000 Euro

Welche Voraussetzungen gelten für die Förderung?

Diese Voraussetzungen gelten für die Förderung von Batteriespeichern:

  • Die angeschlossene Photovoltaikanlage muss neu errichtet werden
  • Nur ein Batteriespeicher pro Photovoltaikanlage und Standort ist förderwürdig
  • Die Kapazität des installierten Batteriespeichers in kWh darf maximal drei Mal so groß sein, wie die installierte Leistung der Photovoltaikanlage in kW-Peak
  • Geeignete Fachkräfte müssen die fachgerechte und sichere Inbetriebnahme bestätigen und nachweisen

Wie läuft das Verfahren?

  1. Angebot: Zuallererst müsst Ihr einen Kostenvoranschlag beziehungsweise ein Angebot einholen.
  2. Antrag stellen: Im zweiten Schritt müsst Ihr das Online-Antragsformular ausfüllen. Diesen müsst ihr ausgefüllt ausdrucken und unterschreiben. Schließlich wird der Antrag zusammen mit dem Kostenvoranschlag beziehungsweise Angebot abgesendet.
  3. Bestätigung: Im Anschluss erhaltet Ihr eine Eingangsbestätigung per E-Mail.
  4. Bescheid: Nach positiver Prüfung des Antrags erhaltet Ihr einen Zuwendungsbescheid. Jetzt kann die Maßnahme beauftragt werden.
  5. Erhalt des Zuschusses: Nach Durchführung der Installation kann wie im Zuwendungsbescheid beschrieben das Geld abgerufen werden. Dieses wird schließlich auf das angegebene Bankkonto überwiesen.

Weitere Informationen zur Förderung von Batteriespeichern in Verbindung mit einer neuen Photovoltaikanlage findet Ihr hier.

Tipp: PV plus Speicher von den Stadtwerken Tecklenburger Land

Auch wir als Stadtwerke Tecklenburger Land unterstützen euch bei der Energiewende. Gemeinsam mit Kooperationspartnern haben wir ein Kombi-Angebot PV plus Stromspeicher entwickelt. Es richtet sich an Privatpersonen und Gewerbetreibende. Alle Informationen zu Photovoltaik plus Speicher findest du hier.

Klimafonds der Stadt Ibbenbüren

Förderprogramme für Privatleute und Gewerbetreibende gibt es aber auch in vielen Städten und Gemeinden. So hat die Stadt Ibbenbüren im Rahmen ihrer Klimaoffensive einen Klimafonds aufgelegt. Unser Tipp: Informiert euch vor Ort in eurer Kommune, wie sie die Energiewende für Zuhause unterstützt.

KfW-Förderkredit für Strom und Wärme

Mit dem Förderkredit „KfW 270 – Erneuerbare Energien“ wird sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen eine Kreditsumme bis zu 50 Millionen für den Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien gewährt.

Wer hat Anspruch auf die Förderung?

Einen Anspruch auf die Förderung haben:

  • In- und ausländische private und öffentliche Unternehmen
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
  • Privatpersonen
  • Genossenschaften, Stiftungen und Vereine
  • Freiberufler
  • Landwirte

Was wird gefördert?

Die KfW fördert Investitionen in Deutschland und im Ausland:

1. Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien

  • Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, Fassaden oder auf Freiflächen
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasserkraft bis zu einer Größe von 20 MW
  • Anlagen zur Stromerzeugung aus Windkraft
  • Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf der Basis fester Biomasse, Biogas oder Erdwärme
  • Anlagen zur Erzeugung, Aufbereitung und Einspeisung von Biogas
  • Batteriespeicher

Einschließlich aller zugehörigen Kosten für Planung, Projektion und Installation der Anlagen.

2. Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen nur zur Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien

3. Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden

4. Weitere Investitionen wie unter anderem Mess- und Steuerungssysteme, Contracting-Vorhaben etc.

Was sind die Konditionen des KfW-Förderkredits?

Folgende Konditionen gelten für den KfW-Förderkredit:

  • Zinssätze und Laufzeiten findet Ihr hier
  • Kredithöhe: bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben, bis zu 100 Prozent der Investitionskosten
  • Abrufbar innerhalb von 12 Monaten nach Zusage in einer Summe oder in Teilbeträgen

Mit dem Tilgungsrechner könnt Ihr die Höhe der Raten und Euren persönlichen Tilgungsplan berechnen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Förderung?

Diese Voraussetzungen gelten für die Förderung von erneuerbaren Energien:

  • Bund, Bundesländer und deren Einrichtungen werden nicht gefördert
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale unselbständige Eigenbetriebe werden nicht gefördert
  • Das Förderprodukt kommt nicht für fossile Brennstoffe in Frage
  • Die geförderten Anlagen müssen den Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien genügen

Wie läuft das Verfahren?

So könnt Ihr Euren Förderkredit der KfW beantragen:

  1. Antrag vorbereiten: Mit dem KfW-Förderassistenten könnt Ihr Euren Antrag vorbereiten. Der Kredit wird nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern bei Eurer Bank.
  2. Finanzierungspartner finden: Im zweiten Schritt sprecht Ihr mit der Bank oder einem anderen Finanzierungspartner Eurer Wahl. Dieser beantragt dann den Kredit bei der KfW.
  3. Prüfung des Antrags: Sobald der Antrag bei der KfW eingegangen ist, prüft diese die Unterlagen und entscheidet schließlich über die Förderung.
  4. Abschluss: Wenn über die Förderung abschließend entschieden wurde, schließt Ihr mit eurem Finanzierungspartner den Kreditvertrag ab. Das Vorhaben kann beginnen.

Weitere Informationen zum KfW-Förderungskredit in Verbindung mit erneuerbaren Energien findet Ihr hier.

 

Rundum-Sorglos-Paket PV plus Speicher

Ihr möchtet auch einen Beitrag für die Umwelt leisten?

Wie wäre es mit einer Photovoltaikanlage plus Stromspeicher für euer Zuhause oder euer Unternehmen? Alle Infos zum Rundum-Sorglos-Paket Photovoltaik plus Stromspeicher findet Ihr hier.

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Till Neuhaus
socialmedia@swte.de

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Bildnachweis: FotoHelin-AdobeStock, AnatolyGleb-AdobeStock, AlexanderStein-pixabay

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