Badespaß in Zeiten von Corona

Vera Konermann
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Diese Regeln gelten in den Freibädern bei uns

Eigentlich steht dem Badespaß im Tecklenburger Land in diesen Tagen nichts mehr im Wege. Wäre da nicht dieser Corona-Sommer 2020. Es gibt ein paar Besonderheiten, auf die ihr euch in den Freibädern im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Tecklenburger Land einstellen müsst. An dieser Stelle geben wir euch einen kurzen Überblick, welche das sind.

Sommer, Sonne, Ferienzeit – und die Temperaturen steigen. Eigentlich steht dem Badespaß im Tecklenburger Land in diesen Tagen nichts mehr im Wege. Wäre da nicht dieser Corona-Sommer 2020. Schon jetzt ist klar: Die Badesaison 2020 im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Tecklenburger Land wird besonders. Schon im Frühling haben wir für die Freibäder in Recke, Mettingen, Laggenbeck und Westerkappeln sowie für den Hertha-See in Hörstel 1.500 Freikarten an unsere Energie-Kunden  verschenkt. Die gute Nachricht: Die Eintrittskarten behalten allesamt ihre Gültigkeit. Dennoch gibt es ein paar Regeln, auf die ihr euch in der Badesaison 2020 einstellen müsst. An dieser Stelle geben wir euch einen kurzen Überblick, welche das sind.

1. Maskenpflicht am Eingang

Wie allgemein üblich, gilt eine Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase überall dort, wo mehrere Menschen aufeinandertreffen. Das ist zum Beispiel in den Eingangsbereichen der Freibäder der Fall. Dort, wo der Kiosk im Bad geöffnet ist, müssen in Warteschlangen und im Tresenbereich ebenfalls Alltagsmasken getragen werden.

2. Abstands- und Hygieneregeln

Wir haben uns inzwischen an die neuen Grundregeln der Hygiene gewöhnt: Ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen und regelmäßigen Desinfizieren der Hände gehört auch zum Badesommer 2020. In allen Freibädern in unserer Region müssen die Mindestabstände eingehalten werden. Damit das überall gelingt, haben die Verantwortlichen der Freibäder Wegekonzepte mit Einbahnstraßenregelung erarbeitet. Eine Kehrseite der Sicherheitsvorkehrungen sind nicht unerhebliche Mehrkosten für die Badbetreiber. „Wirtschaftlich ist dieses Jahr eine Katastrophe. Wir werden definitiv Verluste machen, allein wegen der Mehrkosten für Desinfekitonsmittel“, sagt Dirk Gaertner für Förderverein Freibad Laggenbeck. Auch Josef Janning, Geschäftsführer der Erholungsanlage Hertha-See in Hörstel, ist froh, wenn er das Jahr wenigstens mit einer schwarzen Null abschließen kann.

3. Einschränkung der Besucherzahlen im Freibad

Aufgrund der allgemein gültigen Abstandsregeln werden in den Freibädern in unserem Versorgungsgebiet die Besucherzahlen in den Freibädern eingeschränkt. Die Zahlen sind – je nach Platzangebot – von Bad zu Bad verschieden. „Rein mathematisch sind das bei uns im Freibad 650 Personen“, sagt Dirk Gaertner, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Laggenbeck e.V.. „Wir gehen aber davon aus, dass wir die Gästezahlen vielleicht noch revidieren müssen.“

Das Waldfreibad in Recke durfte zum Auftakt maximal 250 Gäste gleichzeitig beherbergen. Schwimmmeister Magnus Wesselmann geht aber davon aus, dass diese Zahl im Laufe der Zeit nach oben angepasst werden kann.

Unser Tipp: Schaut auf die Webseite der jeweiligen Bäder, wie der Zugang für Gäste im einzelnen geregelt ist. So vermeidet ihr, dass ihr euch vergebens auf den Weg macht und auf den Badespaß verzichten müsst!

Keine Auflagen bezüglich der Gästezahlen gibt es für den Herthasee in Hörstel. Wenngleich dort natürlich auch die Abstandsregeln gelten. Josef Janning vom Hertha-See Hörstel, warum das so ist: „Wir haben mehr als einen Kilometer Sandstrand.“ Dort könnten trotz Abstandsgebot viele Menschen ein Plätzchen am Strand finden. Einschränkungen gibt es für die Erholungsanlage aber trotzdem. So darf der Campingplatz nur zu 50 Prozent genutzt werden. Ansonsten seien die Hygienestandards für die Sanitärräume und die Spülplätze der Camper nicht einzuhalten. Josef Janning bedauert das sehr: „Wir haben gerade in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise sehr viel mehr Anfragen als sonst.“

4. Personalien werden erfasst

Um im Falle eines Falles Infektionsketten nachvollziehbar zu halten, müssen die Gäste beim Eintritt ihre Personalien hinterlassen. Außerdem wird nachgehalten, von wann bis wann sich Besucher im Bad aufgehalten haben. Vor diesem Hintergrund ist der Eintritt ins Freibad Laggenbeck nur für Inhaber von Jahreskarten oder Zehnerkarten möglich. Dirk Gaertner erklärt, warum das so ist: „Die Identifizierung der Besucher erfolgt über die Kartennummern. Bei Tageskarten wäre der Aufwand für uns als Ehrenamtliche einfach zu hoch.“ Wer im Rahmen unserer Freikarten-Aktion der Stadtwerke Tecklenburger Land eine Freikarte für das Freibad Laggenbeck gewonnen hat, geht dennoch nicht leer aus. „Die Karten behalten ihre Gültigkeit für die Zeit nach Corona“, sagt Dirk Gaertner.

5. Vorgaben für Umkleiden

Die Abstands- und Hygieneregeln gelten auch für die Umkleiden. Geöffnet werden dürfen Einzelumkleiden unter Beachtung des Mindestabstands. In allen Freibädern bleiben die Sammelumkleiden dagegen geschlossen.

6. Weniger Duschen

Wer in diesem Sommer ins Freibad geht, sollte sich nicht unbedingt darauf verlassen, dass er nach dem Badevergnügen duschen kann. „Im Waldfreibad Recke stehen nur die Kaltduschen zur Verfügung“, sagt zum Beispiel Magnus Wesselmann. Denn bei den Warmduschen können die Abstände nicht eingehalten werden. Vergleichbare Regelungen haben auch die anderen Freibäder in unserer Region getroffen. In Betrieb bleiben vielerorts die Kaltduschen in den Durchschreitebecken am Rand der Schwimmbäder.

Geöffnet sind die warmen Duschen am Hertha-See. Allerdings gelten die üblichen Mindestabstände.

7. Einbahnstraßenregelung für Schwimmer

Der Mindestabstand von 1,5 Meter gilt auch für die Menschen im Wasser. Deshalb haben die Verantwortlichen in den meisten Freibädern im Schwimmerbecken eine Einbahnstraßenregelung für Schwimmer angeordnet.

8. Mehr Schutz für das Personal

Aber nicht nur die Besucher, sondern auch die Mitarbeiter in den Freibädern müssen in Corona-Zeiten geschützt werden. Dazu gehören zum Beispiel der inzwischen übliche Plexiglas-Schutz im Eingangsbereich und am Kiosk. Im Waldfreibad Recke wurden FFP2-Schutzmasken für das Personal angeschafft, die zum Einsatz kommen, wenn zum Beispiel die Schwimmmeister einem verunglückten Schwimmer helfen müssen. Außerdem wurden für den Notfall Einwegmittel zur Beatmung besorgt.

Wir haben in dieser Zeit sehr, sehr viel Unterstützung durch die Bürger erfahren.

Dirk Gaertner, Vorsitzender Förderverein Freibad Laggenbeck e.V.

Erleichterung bei Betreibern

Trotz aller Auflagen sind die Verantwortlichen der Fördervereine und die Mitarbeiter der Freibäder froh, dass die Freibadsaison 2020 trotz aller Schwierigkeiten starten konnte. „Wir haben in dieser Zeit sehr, sehr viel Unterstützung durch die Bürger erfahren“, sagt Dirk Gaertner. „Da macht es als Vorsitzender des Fördervereins Freibad Laggenbeck auch Spaß, wenn man den Leuten etwas zurückgeben und das Bad öffnen kann.“ Auch Josef Janning ist froh, dass er nach dem Lockdown wieder Gäste empfangen darf. „Weil es unheimlich Spaß macht, mit den Leuten umzugehen. Wir haben Kunden, mit denen wir seit 30, 40 Jahren Kontakt haben“, sagt er. Und ganz wichtig für ihn: „Dass wir unsere Mitarbeiter wieder aus der Kurzarbeit herausgeholt haben.“

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Bildnachweis: @VeraKonermann-Stadtwerke Tecklenburger Land

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