So wird aus einer Tanne ein Weihnachtsbaum

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Nützliche Tipps und Informationen: So wird aus einer Tanne ein schöner Weihnachtsbaum

Bald schon startet die Adventszeit – und gerade in diesem besonderen Jahr wollen es sich die meisten Menschen zu Hause richtig schön machen. Ein toller Weihnachtsbaum gehört dazu. Was aber macht einen richtig schönen Weihnachtsbaum aus? Und wie und wo werden die erforderlichen Tannenbäume eigentlich bei uns in der Region angebaut? Welche Pflege ist nötig, damit aus einer einfachen Tanne ein schöner Weihnachtsbaum werden kann? Und welchen Baum stellen sich die Menschen am liebsten ins Wohnzimmer? Wir haben uns bei einigen Weihnachtsbaum-Anbietern im Tecklenburger Land umgehört.

Pflege und Formschnitt: So wird aus einer ganz normalen Tanne ein schöner Weihnachtsbaum

Bei Everwands in Hörstel-Riesenbeck ist der Anbau von Weihnachtsbäumen eine echte Familiensache. Vier Brüder und der inzwischen über 80-jährige Vater widmen sich mit dem Weihnachtsbaum-Anbau einer gemeinsamen Leidenschaft. Warum? „Jeder Hobbygärtner kann die Begeisterung nachvollziehen, die man spürt, wenn man einen kleinen Spross einpflanzt, pflegt und im Einklang mit der Natur vor Krankheiten, Nährstoffmangel und Schädlingen bewahrt und ihn wachsen sieht“, schwärmt Dr. Georg Everwand. Außerdem ist es für ihn und seine Familie eine Freude zu sehen, wie aus einer ganz normalen Tanne mit viel Pflege und gekonntem Formschnitt ein traumhaft schöner Riesenbecker Weihnachtsbaum wird, der am Ende eine Familie zu Weihnachten begeistert.

Kauf-Tipp: Nordmanntanne hält lange frisch

Seit mehr als 50 Jahren baut die Familie in Lotte Tannenbäume an. Heute führt Holger Strübbe den Traditionsbetrieb, der sage und schreibe seit dem Jahr 1344 den Namen Strübbe trägt. Auf mehr als 140 Hektar des Betriebs wachsen Weihnachtsbäume. Welche Sorte bei den Kunden besonders beliebt ist? „Die Nordmanntanne. Sie hat eine weiche Nadel, hält sich lange frisch und ist schön im Aufbau“, erklärt Holger Strübbe.

Blaufichte und Omorika Fichte

Den Trend zur Nordmanntanne kann auch der Biologe Dr. Georg Everwand nur bestätigen. Seine Familie baut seit gut 40 Jahren in Riesenbeck Weihnachtsbäume an. „Damals hat es ausschließlich mit der Rotfichte angefangen. Schon nach wenigen Jahren haben wir auch Blaufichten und Nordmanntannen gepflanzt und verkauft“, schaut er zurück. Heute kaufen  je 40 Prozent seiner Kunden eine Nordmanntanne beziehungsweise eine Blaufichte. Den Trend kennt auch Josef Lindemann. Er baut in Hopsten angehende Weihnachtsbäume an. Als Alternative zur Nordmanntanne bietet auch er seinen Kunden die Blaufichte und zudem die Omorika Fichte an.

Aktions-Tipp: 300 Weihnachtsbäume zu verschenken

Die drei Fachleute gehören zu den insgesamt sieben Weihnachtsbaum-Händlern aus Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln, die bei unserer aktuellen Dankeschön-Aktion der Stadtwerke Tecklenburger Land mitmachen. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und verschenken 300 Weihnachtsbäume. Wer sich einen unserer Gutscheine für einen Weihnachtsbaum in Höhe von 20 Euro sichern möchte, kann sich vom 11. bis zum 29. November hier registrieren – und mit etwas Glück einen frischen Weihnachtsbaum aus unserer Region bekommen. Übrigens: Wir haben für euch Pflegetipps zusammengestellt, wie euer Weihnachtsbaum lange frisch bleibt.

Züchter-Tipp: So wird aus dem Setzling ein Weihnachtsbaum

Damit aus einer einfachen Tanne ein schöner Weihnachtsbaum wird, ist viel Arbeit vonnöten. In der Regel werden die Setzlinge mit einer Größe von 15 bis 25 Zentimetern auf die gut vorbereiteten Ackerstandorte gepflanzt. „Die ersten Jahre passiert nicht viel“, sagt Holger Strübbe. Aber etwa ab dem vierten Lebensjahr geht die intensive Pflege und Hege der Weihnachtsbäume los. „Der Baum bekommt dann seinen ersten Formschnitt, damit er schön pyramidal wächst“, erklärt der Fachmann. Anschließend werden regelmäßig die unteren Zweige entfernt, damit die Baum-Kulturen ausreichend belüftet sind. Die neuen Austriebe müssen regelmäßig gebrochen und der sogenannte Terminaltrieb eingekürzt werden. Jährlich ist ein Formschnitt erforderlich, damit nach etwa zehn Jahren die typische Form für den Weihnachtsbaum erreicht wird.

Jeder Hobbygärtner kann die Begeisterung nachvollziehen, die man spürt, wenn man einen kleinen Spross einpflanzt, pflegt und im Einklang mit der Natur vor Krankheiten, Nährstoffmangel und Schädlingen bewahrt und ihn wachsen sieht.

Dr. Georg Everwand

Züchter-Tipp: So bleiben die Baumspitzen heile

Nicht zu vergessen sind die sogenannten Vogelstäbe, die jedes Frühjahr für einige Wochen an den Spitzen angebracht werden. Diese Stäbe verhindern, dass sich Amseln, Dohlen und Konsorten auf den frischen Tannenspitzen niederlassen – und diese dabei abbrechen. „Vieles ist Handarbeit“, sagt Holger Strübbe. „Aber das ist auch gut so, denn die Arbeit ernährt auch viele Familien.“ Sein Betrieb beschäftigt immerhin 14 Mitarbeiter fest. Hinzu kommen Saisonkräfte.

Freude beginnt beim Weihnachtsbaum-Kauf

Die Freude auf den Weihnachtsbaum beginnt für die meisten Menschen schon beim Einkauf. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich vor allem die Kinder sehr auf den Weihnachtsbaum freuen“, sagt Josef Lindemann. Deshalb liegt für die kleinen Gäste immer eine süße Überraschung bereit. Zum Dank bekommt Familie Lindemann schon mal das ein oder andere selbst gemalte Bild. Die Erwachsenen können sich in normalen Jahren beim Weihnachtsbaum-Kauf in Hopsten mit Glühwein und frisch geräucherten Forellen stärken.

Kauf-Tipp: Baum-Kauf in Zeiten von Corona

Auf eine besondere Atmosphäre beim Weihnachtsbaum-Kauf legt auch Familie Everwand großen Wert. „Es ist uns wichtig, jeden einzelnen mit größter Freundlichkeit willkommen zu heißen und das Aussuchen und Absägen des Weihnachtsbaumes mit ein wenig  Abenteuer und Humor zu gestalten“, sagt Dr. Georg Everwand. Die Kinder freuen sich dabei über die Gelegenheit, den Weihnachtsbaum selbst absägen zu können und die ökologisch wertvollen „Rasenmäher“ der Familie, die Shropshire-Schafe, die das Gras in den Schonungen kurz halten. „Dazu gibt es ein Lagerfeuer, Glühwein, Kinderpunsch, Kekse, Schokolade und mehr.“ Was genau seine Familie angesichts der Corona-Situation in diesem Jahr anbieten kann, ist noch offen, sagt Dr. Georg Everwand. „Aber, wie die meisten Weihnachtsbaum-Anbauer, sehen wir uns in Sachen Infektionsschutz bestens gewappnet, da ohnehin alles ausschließlich draußen stattfindet und sich die Familien auf einer sehr großen Fläche verteilen.“

Pflege-Tipps: So bleibt der Weihnachtsbaum länger frisch

  • Frisch kaufen: Damit sich ein Weihnachtsbaum lange hält, solltet Ihr immer einen frischen Baum kaufen. Bei geschlagenen Bäumen kann man die Frische am hellen und feuchten Stammfuß erkennen. Ihr könnt auch prüfen, ob der Weihnachtsbaum beim Einkauf frisch ist, wenn Ihr einen Zweig entgegen der Wuchsrichtung streicht. Fallen dabei Nadeln herab, ist der Baum bestimmt nicht frisch.
  • Kühl lagern und wässern: Bis zum Aufstellen im Haus solltet Ihr den Baum an einer sonnen- und windgeschützten Stelle entweder im Freien oder in einer kühlen Garage lagern. Dazu den Stamm in einen Eimer Wasser stellen. Optimal ist es, den Stamm zuvor etwa 2 bis 3 Zentimeter zu kürzen und ihn dann direkt ins Wasser zu stellen. So verhindert Ihr, dass der Baum vorzeitig austrocknet.
  • Baumständer mit Wasserreservoir: Wenn Ihr den Baum im Haus aufstellt, solltet Ihr unbedingt einen Tannenbaumständer mit Wasserreservoir verwenden und diesen regelmäßig nachfüllen. Ein etwa zwei Meter hoher Baum benötigt zu Beginn bis zu 2 Liter Wasser am Tag.
  • Richtiger Standort: Ein Weihnachtsbaum hält sich länger, wenn er nicht unmittelbar an der Heizung steht. Trotz allem kann es besonders in trockenen und warmen Jahren, in denen der Baum bis Weihnachten keinen Frost hatte, auch bei frischen Bäumen vereinzelt zu einem stärkeren Nadelverlust kommen.

Regional-Tipp: Diese Händler sind bei der Weihnachtsbaum-Aktion der Stadtwerke Tecklenburger Land dabei

  • Hopsten: Josef Lindemann, Hauernweg 10, Mo.-So. 9-18 Uhr, Verkauf: 10.12.-24.12.
  • Hörstel: Familie Everwand, Surenburg 14, Mo.-So. 9.30-17 Uhr, Verkauf: 10.12.-23.12.
  • Ibbenbüren: Hof Löbke, Alstedder Straße 148, Mo.-So. 10-18 Uhr, Verkauf: 12.12.-24.12.
  • Lotte: Hof Strübbe, Am Hagenberg 3, Mo.-So. 9-18 Uhr, Verkauf bis 22.12.
  • Mettingen: August Garmann, Schwarze Straße 144, durchgängiger Verkauf bis einschl. 24.12.
  • Recke: Heinz Eggert, Klosterstraße 2, Mo.-So. 8-18 Uhr, bis zum 24.12., 12 Uhr
  • Westerkappeln: Baumschule Fels, Am Kapellenweg 71, Mo./Di./Do./Fr. 9-18 Uhr, Mi. 14.30-18 Uhr, Sa. 9-13 Uhr, 6.12.-22.12.

Wir verschenken 300 Weihnachtsbäume

Ihr habt Lust auf einen richtig schönen Weihnachtsbaum bekommen? Dann sichert euch unseren exklusiven Vorteil für Kunden der Stadtwerke Tecklenburger Land. Als Dankeschön für eure Treue verschenken wir 300 Weihnachtsbäume an unsere Kunden. Einfach registrieren – und sich mit etwas Glück über einen frischen – und auf Wunsch selbst gesägten – Weihnachtsbaum aus unserer Region freuen! Hier geht’s zur Registrierung.

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Bildnachweis: ExposureToday-Pixabay, Vera Konermann, Familie Josef Lindemann

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