Wie kann ich in der Energiekrise Strom und Gas sparen?

Nina Beuvink
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Vor kurzem wurde von der Bundesregierung die zweite Stufe des Gasnotfallplans ausgerufen. Das bedeutet, dass eine reale Mangellage für Gas droht. Der Bundeswirtschaftsminister hat alle Verbraucherinnen und Verbrauchen zum Sparen in der Energiekrise aufgerufen. Wir geben dir einige Tipps, worauf du im Alltag achten kannst, um deinen Gas- und Stromverbrauch zu senken. Damit werden nicht nur die Energieressourcen geschont, du sparst bei den aktuellen Energiepreisen auch noch bares Geld.

1. Die richtige Temperatur an der Heizung einstellen

Mit jedem Grad mehr, den deine Heizung einen Raum erwärmen soll, verbraucht sie rund sechs Prozent mehr Energie. Daher solltest du darauf achten, dass du die Heizung nicht wärmer einstellst als nötig. Bei einer Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad fühlen wir uns am wohlsten. Du kannst die Heizung sogar noch einmal um ein oder zwei Grad herunter drehen, wenn viele Menschen in einem Raum sind, zum Beispiel wenn du Besuch hast. So kannst du ebenfalls Energie sparen.

2. Heizung kontrollieren lassen

Bevor die Heizperiode im Winter beginnt, ist es sinnvoll, deine Heizung von einem Fachmann überprüfen zu lassen. So kann ein Fachmann kontrollieren, ob Defekte oder Störungen an der Heizung vorliegen. Außerdem kann ein Fachmann auch einen hydraulischen Abgleich vornehmen. Das Ziel dabei ist, das eine optimale Menge an Wasser durch die Heizkörper läuft. Dadurch kannst du den Energieverbrauch deiner Heizung um bis zu 15 Prozent senken.

3. Stoßlüften anstatt Fenster auf kipp

Wenn im Winter die Heizung an ist, solltest du vermeiden dein Fenster über längere Zeit auf kipp stehen zu lassen. Dadurch geht nämlich viel Wärme verloren und deine Heizung braucht viel mehr Energie. Besser ist es, einige Male am Tag das Fenster ganz aufzumachen und Stoßzulüften. So geht weniger Wärme verloren und die Luft wird auch schneller ausgetauscht, als wenn das Fenster über längere Zeit auf kipp steht.

4. Wärme im Haus halten mit richtiger Dämmung

Durch eine vernünftige Dämmung deiner Wohnung kannst du ebenfalls Energie sparen. Bei einer besseren Dämmung bleibt mehr Wärme im Haus und deine Heizung muss weniger Energie aufbringen, um deine Wohnung warm zu halten. So kann es helfen, wenn die Rollos an den Fenstern heruntergezogen sind, um die Kälte draußen zu halten. Auch lohnt es sich, offenliegende Heizungsrohre in Räumen (wie beispielsweise dem Keller) zu isolieren. So geht weniger Wärme auf dem Weg zu den Wohnräumen verloren. Dämmmaterial, das du dafür benötigst, kannst du ganz einfach im Baummarkt kaufen. Noch mehr Tipps, wie du deine Heizkosten senken kannst, findest du hier.

5. Warmwasser sparen

Weniger warmes Wasser zu nutzen ist im Grund ganz einfach. Je kürzer der Wasserhahn läuft, desto weniger warmes Wasser wird benötigt. So kannst du darauf achten, beim Zähneputzen den Wasserhahn nicht offen zu lassen oder deine Duschzeit zu verkürzen. Denn je weniger Wasser du verbrauchst, desto weniger Wasser muss erhitzt werden. Für deine Dusche könntest du ebenfalls über einen Sparduschkopf nachdenken. Dieser reduziert die Durchflussmenge des Wassers aus dem Duschkopf und spart so warmes Wasser.

6. LED-Beleuchtung nutzen

Die Beleuchtung bei dir zuhause macht rund zehn Prozent deiner Stromrechnung aus. Wenn du anstatt auf herkömmliche Glühbirnen auf LED-Birnen setzt, kannst du ganz einfach Energie sparen. LED-Birnen verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Außerdem haben LEDs eine längere Lebensdauer als Glühbirnen.

7. Geräte ausschalten und nicht nur den Stand-by-Modus verwenden

Auch wenn es nervig erscheint: Du solltest deine Elektrogeräte nicht im Stand-by-Modus lassen, sondern sie ganz ausschalten. Denn auch im Stand-by-Modus verbrauchen Geräte wie dein Fernseher immer noch Strom. Abhilfe kann hier beispielsweise ein Mehrfachstecker mit einem Kippschalter schaffen, mit dem du ganz bequem deine Geräte nach der Nutzung vom Stromnetz trennen kannst. Noch komfortabler sind Steckdosen, die du mit einer Fernbedienung steuern kannst.

8. Beim Kauf von neuen technischen Geräten auf die Energieeffizienz achten

Wenn du dir neue Elektrogeräte kaufst, solltest du darauf achten, wie viel Strom diese verbrauchen. Die meisten Haushaltsgeräte sind mit dem EU-Energieeffizienzlabels gekennzeichnet. Die Klassen reichen von A (hohe Effizienz) bis G (niedrige Effizienz). In manchen Fällen kann in der höchsten Kategorie A noch zwischen A+ bis A+++ unterschiegen werden.

9. Alternativen zur Klimaanlage

In den warmen Sommermonaten kann die Klimaanalage ein echter Stromfresser sein. Doch es gibt andere Tricks, wie du auch ohne eine Klimaanlage bei dir zuhause für kühlere Temperaturen sorgen kannst. So kannst du versuchen, tagsüber die Fenster geschlossen zu halten und am Morgen oder am Abend zu lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Für einen frischen Luftzug kannst du auch einen Ventilator verwenden, dieser verbraucht deutlich weniger Strom als eine Klimaanlage. Noch mehr Energiespartipps speziell für den Sommer findest du hier.

Übrigens: Auch Pflanzen können die Temperatur bei dir zuhause senken. Dabei sind sie nicht nur schön anzusehen, sondern sie verbrauchen auch keinen Strom.

10. Energiespartipps fürs Kochen

Auch in der Küche gibt es für dich einige Möglichkeiten, wie du mit ganz einfachen Mitteln Energie sparen kannst. So kannst du beim Kochen darauf achten, möglichst immer einen Deckel zu verwenden, so bleibt mehr Wärme im Topf. Außerdem kannst du dir auch die Restwärme zunutze machen, sowohl beim Kochen als auch beim Backen und so die Geräte früher abschalten. Noch mehr Tipp rund um das Thema Energiesparen in der Küche findest du in unserem Blogbeitrag zu diesem Thema.

11. Selbst Strom erzeugen mit einer eigenen PV-Anlage

Wenn du langfristig deinen Strom aus erneuerbaren Energien beziehen möchtest, kannst du auch über eine eigene PV-Anlage bei dir zuhause nachdenken. Auch wir als Stadtwerke Tecklenburger Land bieten dir die Möglichkeit, mit unserem Rundum-sorglos-Paket Photovoltaik plus Speicher deinen eigenen grünen Strom zu produzieren. Damit tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern du bist auch weniger abhängig von den steigenden Strompreisen.

 

Du möchtest deinen eigene Strom erzeugen und dir eine Mini-PV-Anlage zulegen?

Hier erklären wir die alles, was du bei der Anschaffung einer steckerfertigen PV-Anlage beachten musst.

Nina Beuvink


Studentische Mitarbeiterin Unternehmenskommunikation
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