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Einblick in neues Schalthaus führt Energiewende vor Augen

Info-Termin der Stadtwerke Tecklenburger Land für Lokalpolitiker an der Umspannanlage Recke

Tecklenburger Land/Recke, 12.09.2025. Wenn es um die Energiewende geht, legt die hiesige Region ein überdurchschnittliches Tempo vor. Was das für die Stromversorgung vor Ort konkret bedeutet, darüber konnten sich nun Vertreterinnen und Vertreter aus der Lokalpolitik in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln überzeugen. Die Stadtwerke Tecklenburger Land hatten Ratsleute und Sachkundige Bürgerinnen und Bürger der sieben Gesellschafter-Kommunen zu einem Info-Termin an die Umspannanlage Recke-Espel eingeladen. Dabei ging es nicht nur um die Vorstellung des neuen Schalthauses der SWTE Netz. Denn die umfangreiche Modernisierungsmaßnahme der Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land führt eindrücklich vor Augen, wie sich der Wandel der Energieversorgung ganz konkret vollzieht.

 

SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch und Reckes Bürgermeister Peter Vos begrüßten die Gäste. „An dieser Stelle können Sie sehen, was Energiewende ganz konkret bedeutet“, sagte Tobias Koch. „Große PV-Anlagen speisen in unser Netz ein und benötigen ein leistungsfähiges Netz. Mit der Baumaßnahme hier haben wir reagiert und unser Stromnetz verstärkt“, so Tobias Koch. Peter Vos erinnerte daran, dass es der lokale Energieversorger sei, der für eine verlässliche Versorgung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft vor Ort sorge. Ein leistungsstarkes Stromnetz sei die Voraussetzung dafür, dass Menschen Wallboxen installieren, Photovoltaik-Anlagen anschließen oder Wärmepumpen nutzen könnten.

 

Modernisierung und Netzstabilität

Rückschau: In den zurückliegenden Monaten hat die SWTE ein neues modernes Schalthaus auf dem Gelände der Umspannanlage Recke errichtet. Dieses löst eine ältere Anlage ab, die zuvor von der SWTE Netz und dem vorgelagerten Netzbetreiber Westnetz gemeinsam genutzt worden war. Beide Seiten haben für ihr Asset jeweils neue Anlagen geschaffen. Investitionskosten für die SWTE Netz: rund drei Millionen Euro. Von der Anlage an der Mettinger Straße in Recke aus werden aktuell 3.647 Anschlüsse mit mehr als 4.600 Wohneinheiten mit Strom versorgt. Gut 80 Kilometer Leitungen im Mittelspannungsnetz und weitere 250 Kilometer Leitungen im Niederspannungsnetz sind über die Hauptverteilung in Recke angebunden. Anschlüsse in Recke, Mettingen und Ibbenbüren-Bockraden werden über die Anlage versorgt.

 

Leistungsanforderungen steigen

Wie Bernd Rudde, Abteilungsleiter Planung und Assetmanagement bei der SWTE Netz, vor den Gästen erläuterte, ist das neue Schalthaus unerlässlich für die langfristige Versorgungssicherheit in Recke und Umgebung. Für den Neubau gibt es gute Gründe: Der technische Zustand und die Leistungsfähigkeit genügten nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Denn sowohl die Ausspeise- als auch die Einspeiseleistung ins Stromnetz hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. So stieg die maximale Einspeiseleistung an der Hauptverteilung Recke – vor allem durch den starken Zubau an PV-Anlagen – von 11,2 Megawatt im Jahr 2021 auf 18,0 Megawatt in diesem Jahr. Die maximale Ausspeiseleistung stieg im gleichen Zeitraum von 3,2 auf 4,4 Megawatt. Das neue Schalthaus verfügt über einen erheblich verbesserten Netzschutz und ein hohes Maß an Automatisierung. Beides stärkt die Versorgungssicherheit und trägt zur Reduzierung von Ausfallzeiten bei. 

 

Hohes Maß an Arbeitssicherheit

Nicht zuletzt bietet die neue Anlage ein hohes Maß an Arbeitssicherheit. Davon konnten sich die Gäste beim Rundgang unter Führung von Stefan Wackmann, Projektleiter Neubau Schalthaus, und Patrick Wessel, Abteilungsleiter Netzbetrieb / Netzbau Strom, überzeugen. Denn die Teilnehmenden warfen nicht nur einen Blick auf die modernen Schaltanlagen im neuen Schalthaus, sondern bekamen auch Einblick in die alte Anlage. Dort waren seinerzeit die Schalttätigkeiten in der zweiten Etage nur auf engstem Raum vorzunehmen. Die neue Anlage ist mehrfach gekapselt, so dass Mitarbeitende bei Schaltvorgängen vor etwaigen Störlichtbögen geschützt sind.