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Erster Hausanschluss im Kalte-Nahwärme-Netz hat bemerkenswerte Dimension

SWTE Netz schließt Ludgerusschule an geothermisches Wärmenetz an

Tecklenburger Land/Hörstel, 11.07.2025. Die SWTE Netz hat den ersten Hausanschluss im Kalte-Nahwärme-Netz im Uferquartier Hörstel erstellt. Mit der Ludgerusschule wurde einer der größten Anschlussnehmer in das geothermisch versorgte Wärmenetz eingebunden. Weil in einer Schule natürlich viele Räume geheizt werden, hat der Hausanschluss des öffentlichen Gebäudes eine besondere Dimension. Mehr als 130 kW Leistung kann die Grundschule abrufen. Bis die ersten Privathaushalte ans Netz gehen, dauert es noch einige Monate. Die Stadt Hörstel hat die ersten Grundstücke verkauft, erste Häuslebauer stehen in den Startlöchern. Neben der Ludgerusschule werden mit der Feuerwache und dem neuen Rathaus zwei weitere öffentliche Gebäude in das Netz eingebunden.

Das Hörsteler Uferquartier ist das erste Baugebiet in der Stadt, das über ein Kalte-Nahwärme-Netz mit Wärme aus der Tiefe versorgt wird. Bauherr und Betreiber des Netzes ist die SWTE Netz, die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, die auch die Strom- und Erdgasversorgung in den sieben Kommunen Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln sicherstellt. Rund 2,2 Kilometer Rohrnetz wurden in den vergangenen Monaten fertiggestellt. Zudem wurden bislang 43 Erdsonden auf bis zu 80 Meter Tiefe in die Erde eingebracht, um Wärme aus der Tiefe zu erschließen. Um die Ludgerusschule in das Netz einzubinden, wurde unterhalb des Schul-Außengeländes ein rund 80 Meter langes Rohr mittels Bohrspülverfahren eingebracht. Dieses verbindet die Schule mit dem Wärmenetz im Neubaugebiet. 

Bilanziell CO2-neutrale Versorgung

Trägermedium im Kalte-Nahwärme-Netz ist ein Wasser-Glykol-Gemisch. Dieses transportiert die Wärme aus der Tiefe und sammelt weitere Umweltenergie über das Rohrnetz aus dem Erdreich. Vor Ort in den einzelnen Häusern wird die Flüssigkeit mittels Wärmepumpen auf das gewünschte Niveau gebracht. Nach Fertigstellung kann das Kalte-Nahwärme-Netz im Uferquartier einen Gesamtwärmebedarf von knapp 668 MWh im Jahr decken. Bilanziell gilt das Wärmenetz als CO2-neutral. Denn neben der regenerativen und CO2-neutralen Energie aus der Tiefe kommt beim Betrieb des Netzes Ökostrom zum Einsatz. Für den Bau des Netzes nimmt die SWTE Netz Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Anspruch.

Vertrag mit der SWTE Netz

Wer im Hörsteler Uferquartier baut, schließt mit der SWTE Netz einen Vertrag über die Lieferung von Wärme und Warmwasser ab. Anschlussnehmer zahlen einen Investitionskostenzuschuss. Im weiteren Verlauf zahlen sie einen monatlichen Preis bestehend aus Grundpreis sowie einer verbrauchsabhängigen Komponente. Im Gegenzug erwartet die Anschlussnehmer ein Rundum-Sorglos-Paket. Denn als Netzbetreiber stellt die SWTE Netz nicht nur die Hausübergabestation inklusive Wärmepumpe und Pufferspeicher zur Verfügung. Die SWTE Netz übernimmt auch alle Wartungen und Reparaturen und ersetzt defekte Komponenten der Anlage kostenlos.

Herz und Hirn des Netzes

Herz und Hirn des Kalte-Nahwärme-Netzes ist die Technikzentrale. Diese wurde in den vergangenen Wochen im Keller der benachbarten Sporthalle eingerichtet. Über Erdwärme-Sammler mündet dort das Rohrsystem des Netzes. Die gesamte Steuer- und Regeltechnik für das übergeordnete Netz ist in der Technikzentrale untergebracht. 

Gute Erfahrungen

Gute Erfahrungen hat die SWTE Netz bereits mit ihrem Kalte-Nahwärme-Netz im Baugebiet Niestadtweg in Mettingen gemacht. Dort ist das Netz seit rund einem Jahr in Betrieb. Im Bau befindet sich gerade das Kalte-Nahwärme-Netz im Baugebiet Riesenbeck-West. Dort werden planmäßig im Laufe des kommenden Jahres die ersten Hausanschlüsse in Betrieb genommen.

BU: Das Einbringen der Zuleitung zum Hausanschluss der Ludgerusschule war echte Maßarbeit. Stück für Stück wurde das Rohr von der Rolle abgewickelt und ins Erdreich eingebracht.