Lotte-Büren, 31.10.2025. Die Gemeinde Lotte hat entschieden, in den kommenden Jahren das Gebäude der Regenbogenschule durch einen Neubau zu ersetzen. Dieses Vorhaben könnte den Immobilieneigentümern in der unmittelbaren Umgebung der Grundschule in Lotte-Büren neue Möglichkeiten der Wärmeversorgung bieten. Voruntersuchungen aus der Kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Lotte haben gezeigt, dass sich das Quartier rund um die Regenbogenschule für ein Nahwärmenetz eignen könnte. Gemeinsam mit den Stadtwerken Tecklenburger Land (SWTE) möchte die Gemeinde nun die Chancen für ein Wärmenetz ausloten. „Wir möchten die Immobilieneigentümer eng einbeziehen“, sagt Bürgermeister Philip Middelberg. Deshalb wurden die Eigentümer der Wohngebäude aus der Nachbarschaft der Regenbogenschule angeschrieben und zu einer Info-Veranstaltung am 17. November eingeladen.
„Für die Immobilieneigentümer in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule bietet sich möglicherweise eine einmalige Chance, die Wärmeversorgung dauerhaft auf ein nachhaltiges und zukunftssicheres Heizsystem umzustellen“, ist Bürgermeister Philip Middelberg überzeugt. Ob ein Nahwärmenetz nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich darstellbar ist, lasse sich nur durch eine tiefergehende Machbarkeitsstudie zeigen. „Als Gemeinde sind wir gern bereit, eine solche Untersuchung anzustoßen, wenn das Thema für die Immobilieneigentümer interessant ist“, so der Bürgermeister.
Heizungsanlage unweigerlich ein Thema
Eines steht außer Frage: Alle Immobilieneigentümer müssen sich in den kommenden Jahren Gedanken zu ihren Heizsystemen machen. Die Bundesregierung hat das Gesetz „Erneuerbares Heizen“ (Gebäudeenergiegesetz - GEG) erlassen, um den Klimaschutz zu stärken. Gleichzeitig soll die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger gemindert werden. Das Gesetz soll dazu beitragen, erneuerbare Energiequellen zu erschließen und stärker zu nutzen. So müssen in Zukunft bei einer Heizungsmodernisierung neue Heizsysteme zu mindestens 65 Prozent durch erneuerbare Energien betrieben werden. Gleichzeitig plant die Bundesrepublik Deutschland, bis 2045 die Nutzung von fossilem Erdgas zu beenden. Immobilieneigentümer sollten sich also rechtzeitig Gedanken über die zukünftige Wärmeversorgung ihrer Wohngebäude machen – ganz unabhängig davon, wie lange das vorhandene Heizsystem noch in Betrieb sein wird.
Gesetzliche Standards erfüllt
Die Stadtwerke Tecklenburger Land haben im Zuge der Kommunalen Wärmeplanung erste Voruntersuchungen für das Quartier rund um die Regenbogenschule vorgenommen. Diese deutet darauf hin, dass sich der geplante Schulneubau und die umliegenden Wohngebäude durch ein Nahwärmenetz auf der Grundlage von Erdwärme versorgen lassen. Damit würden alle gesetzlichen Vorgaben an den Einsatz von erneuerbaren Energien erfüllt und die Hauseigentümer müssten nichts weiter unternehmen.
So geht es weiter
Damit sich die Immobilieneigentümer ein umfassendes Bild über das Thema verschaffen können, planen die Gemeinde Lotte und die Stadtwerke Tecklenburger Land am 17. November eine Informationsveranstaltung für die betreffenden Eigentümerinnen und Eigentümer. Im Nachgang haben diese die Möglichkeit, ihr unverbindliches Interesse zu bekunden. Wichtig: Diese Interessensbekundung geht mit keiner Verpflichtung einher: Die Immobilieneigentümer verpflichten sich damit nicht zum Anschluss an ein potenziell zu bauendes Nahwärmenetz – auch die Stadtwerke Tecklenburger Land sind zu dem Zeitpunkt nicht verpflichtet, das Netz zu bauen. Die Abfrage soll vielmehr klären, ob ein grundsätzliches Interesse am Bau eines nachhaltigen Nahwärmenetzes besteht. Gleichzeitig bietet die Abfrage eine einmalige Chance: Denn nur bei ausreichendem Interesse wird eine Machbarkeitsstudie angestoßen.
Für Rückfragen zum Thema steht Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay, nikolay(at)lotte(dot)de, zur Verfügung.