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Zu Gast im Herzstück des Kalte-Nahwärme-Netzes

SWTE Netz informierte Lokalpolitik und Grundstücksbesitzer über Wärmeversorgung im Uferquartier

Hörstel, 17.10.2025. Informativ und unterhaltsam - so lässt sich die jüngste Info-Veranstaltung der SWTE Netz im Uferquartier Hörstel auf einen Nenner bringen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „EnergieImpulse“ hatten die Stadtwerke Tecklenburger Land Vertreter aus den Kommunalparlamenten und Verwaltungen aller sieben SWTE-Gesellschafterkommunen ins Hörsteler Uferquartier eingeladen. Auch angehende Bauleute machten rege Gebrauch von der Möglichkeit, sich über die Wärmeversorgung durch das Kalte-Nahwärme-Netz zu informieren. Mit der Führung durch die Technikzentrale im Kellergeschoss der Ludgerus-Sporthalle ging es für die Gäste ins Herzstück des Netzes. Denn von der Technikzentrale aus wird das rund 1,8 Kilometer lange Wärmenetz gesteuert.

 

Das Kalte-Nahwärme-Netz im Neubaugebiet Uferquartier in Hörstel wurde innerhalb eines Jahres gebaut und geht in Kürze in Betrieb. Langfristig werden 40 Wohnhäuser und drei öffentliche Gebäude – das neue Rathaus, die Feuerwache und die Ludgerusschule – über das Netz mit nachhaltiger Wärme aus der Tiefe versorgt. Trägermedium im Kalte-Nahwärme-Netz ist ein Wasser-Glykol-Gemisch. Dieses transportiert Wärme aus der Tiefe und sammelt weitere Umweltenergie aus dem Erdreich. Vor Ort in den einzelnen Häusern wird die Flüssigkeit mittels Wärmepumpen auf das gewünschte Temperatur-Niveau gebracht. Nach Fertigstellung kann das Kalte-Nahwärme-Netz im Uferquartier einen Gesamtwärmebedarf von rund 668 MWh im Jahr decken. Bilanziell gilt das Wärmenetz als CO2-neutral. Denn neben der regenerativen und CO2-neutralen Energie aus der Tiefe kommt beim Betrieb des Netzes Ökostrom zum Einsatz. 

 

Reaktion auf aktuelle Herausforderungen

Michael Bußmann, Technischer Leiter der SWTE Netz, erinnerte daran, dass die SWTE Netz mit einer geothermisch gespeisten Wärmeversorgung auf aktuelle Herausforderungen reagiere. In Neubaugebieten seien Erdgasnetze nicht mehr gefragt. Im Fokus stehen regenerative Möglichkeiten der Wärmeversorgung. Allerdings gehöre auch zur Wahrheit, dass sich Kalte-Nahwärme-Netze ohne öffentliche Fördermittel nicht wirtschaftlich darstellen lassen. So nimmt die SWTE Netz Fördermittel des Bundes in Anspruch.

 

Bau in Rekordzeit

Lukas Püttmann berichtete aus dem Team Technische Entwicklung über die Entstehung des Netzes von der Planung bis zur bevorstehenden Inbetriebnahme. Der reine Bau des Netzes vollzog sich in Rekordgeschwindigkeit: Innerhalb eines Jahres entstand die Wärmeversorgung im Uferquartier. 

 

Blick in Technikzentrale

Auf großes Interesse stieß die Besichtigung der Technik-Zentrale, die im Kellergeschoss der benachbarten Ludgerus-Sporthalle untergebracht ist. Dort erläuterte Oliver Deutsch, Abteilungsleiter Netzbau/Netzbetrieb, unter anderem die Funktionsweise der einzelnen Komponenten und gab einen Einblick in die Themen Überwachung der Funktion.

 

Wärmelieferung und Haustechnik

Mit dem Anschluss an das Kalte-Nahwärmenetz gehen die Häuslebauer einen Vertrag mit der SWTE Netz ein. So stellt die SWTE Netz nicht nur die Belieferung mit Wärme und Warmwasser sicher. Sie liefert auch die entsprechende Haustechnik mit Wärmepumpe und Pufferspeicher und sorgt für deren Wartung und Instandhaltung. 

 

Ungezwungener Austausch

Beim anschließenden Grillen nutzen die Gäste die Gelegenheit, um sich bei den Fachkollegen der SWTE Netz sowie den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Firmen zu informieren. Themen waren unter anderem Fragen nach dem Hausanschluss, der Haustechnik im Eigenheim, die Tiefenbohrungen und Erdsonden sowie die Vertragsbeziehung mit der SWTE Netz. Vertreter der Firmen Beermann, Fendesack und Büscher waren vor Ort. Sie waren am Tiefbau und dem Bau der Technikzentrale sowie an den Sondenbohrungen beteiligt oder stehen als Servicepartner für die Haustechnik zur Verfügung.