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Vera Konermann

Pressesprecherin

Nachricht

Ausgediente Turmstation wird zum Artenschutzturm Dreierwalde

ANTL macht aus Strom-Versorgungsanlage der SWTE Netz einen Rückzugsort für heimische Tierwelt

Tecklenburger Land/Dreierwalde, 10.03.2022. Bis vor kurzem diente der schlichte rote Klinkerturm am Landsberger Weg der Stromversorgung in Hörstel-Dreierwalde. Nun soll die ausrangierte Turmstation der SWTE Netz ein Dorado für Turmfalken, Schwalben, Schleiereulen und Co. werden. Zu einem symbolischen Preis hat die SWTE Netz als Betreiberin des hiesigen Stromnetzes nun die ausgediente Strom-Versorgungsanlage an die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land (ANTL) verkauft. Die Naturschützer möchten die Turmstation zum „Artenschutzturm Dreierwalde“ umgestalten.

„Wir sind sehr froh, dass die SWTE Netz die ehemalige Turmstation für den Artenschutz zur Verfügung stellt“, sagt Rainer Lagemann, Zweiter Vorsitzender der ANTL. „Der Turm ist zum einen eine Landmarke. Zum anderen bietet er uns als ANTL die Möglichkeit, unser Thema Naturschutz zu präsentieren.“ In den kommenden Monaten möchte die ANTL den Turm ausbessern und diverse Nisthilfen am Turm und in der unmittelbaren Umgebung anbringen. So soll aus der ehemaligen Versorgungsstation eine Art Lernort Natur für Kinder und Erwachsene werden.

Über Umwege zum Artenschutzturm

Dass es so kommt, ist einigen Umwegen zu verdanken. Denn ursprünglich sollte die Turmstation nach Außerbetriebnahme abgerissen werden. Die SWTE Netz hatte in den vergangenen Jahren das Stromnetz in Dreierwalde modernisiert. Sie ließ die Freileitungen zurückbauen und ersetzte diese durch eine moderne erdverkabelte Stromversorgung. Die Turmstation am Landsberger Weg hatte damit für den Stromnetzbetreiber ausgedient. Der Dreierwalder Michael Barkmann, seines Zeichens Mitglied der Naturschutzgruppe Hörstel der ANTL, hatte die Baumaßnahmen des Netzbetreibers beobachtet und sich bei der SWTE Netz für einen Verbleib der Station stark gemacht. „Wir haben uns schließlich vom Konzept der ANTL überzeugen lassen und stellen die Turmstation gerne für den Natur- und Artenschutz in unserer Region zur Verfügung“, sagt Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz.

Ein Zuhause für Schwalben, Turmfalken und Co.

Bevor der Artenschutzturm offiziell eröffnet wird, plant die ANTL noch einige kleinere Arbeiten. So soll das Gebäude ausgebessert werden. Auch das Umfeld soll ein wenig gestaltet und mit einer Info-Tafel zum Artenschutz ausgestattet werden. So möchte die ANTL ganz oben unterhalb des Dach-Überstands auf mehreren Seiten Nisthilfen für Schwalben und Mauersegler anbringen. Außerdem sollen auf unterschiedlichen Höhen am Turm und in der unmittelbaren Umgebung Nisthilfen für Turmfalken, Schleiereulen-Kästen, Fledermaus-Kästen und eine Steinkauz-Röhre untergebracht werden. Insektenhotels sollen schließlich das Ensemble vervollständigen. „Viele heimische Vögel finden im Wald keine geeigneten Nistplätze mehr. Deshalb werden künstliche Nisthilfen für die Tiere immer wichtiger“, sagt Rainer Lagemann. Die ANTL möchte am Artenschutzturm Dreierwalde demonstrieren, wie jeder einzelne die heimische Natur unterstützen kann.

Artenschutzturm als Lernort

Wenn der Artenschutzturm hergerichtet ist, möchte die ANTL an Schulen und Kindertagesstätten vor Ort herantreten, um altersgemäße Bildungsveranstaltungen anzubieten. Zudem möchte die ANTL mit dem Artenschutzturm ein interessantes Zwischenziel für Wanderer, Radfahrer und Ausflügler anbieten. Bis es aber soweit ist, werden die Aktiven der ANTL und der Naturschutzgruppe Hörstel noch viel Zeit investieren. Sehr zur Freude von Hörstels Bürgermeister David Ostholthoff. Beim Ortstermin mit Vertretern der SWTE Netz und der ANTL lobte er das Konzept des Artenschutzturms. „Dank des Einsatzes der ANTL und des Entgegenkommens der SWTE Netz entsteht hier ein kleines Refugium für Natur und Mensch.“

 

BU: Sie freuen sich über die Nachnutzung der ausgedienten Turmstation: (v.l.) Rainer Seidl (ANTL), Bürgermeister David Ostholthoff, Rainer Lagemann und Michael Barkmann (ANTL), Nachbar Franz Reckers, SWTE Netz-Geschäftsführer Tobias Koch und Angelika Reinelt (Liegenschaftsservice SWTE Netz).