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Nach Pleite von Billiganbieter suchen Betroffene Rat bei den Stadtwerken

01.02.2019

Insolvenz von BEV betrifft auch Kunden im Tecklenburger Land

Tecklenburger Land, 01.02.2019, Die Insolvenz des Energieversorgers BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH mit Sitz in München betrifft auch zahlreiche Kunden im Tecklenburger Land. Sie müssen nun damit rechnen, dass sie etwaige Guthaben nicht erstattet bekommen und unterm Strich für die Belieferung mit Strom und Gas doppelt zahlen müssen. „Viele BEV-Kunden haben sich in den vergangenen Monaten bei den Stadtwerken Tecklenburger Land gemeldet, weil sie große Probleme mit der BEV hatten“, sagt Marcus Rüdiger, Vertriebsleiter der Stadtwerke Tecklenburger Land. Allein im Dezember hatten zahlreiche BEV-Kunden aus der hiesigen Region vergeblich versucht, von der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft zu den Stadtwerken Tecklenburger Land zu wechseln.  

Zum Hintergrund: Im Jahr 2013 stieg die BEV in den Strom- und Gasmarkt ein. Lange stand das Unternehmen im Ranking von einschlägigen Vergleichsportalen im Internet ganz oben. Doch Kunden beschwerten sich immer wieder über das Geschäftsgebaren der BEV. Zunächst waren bundesweit bis zu 500.000 Kunden mit günstigen Preisen gelockt worden. Dann folgten drastische Preiserhöhungen, Missachtung von Preisgarantien sowie Vertragslaufzeiten. „Auch bei uns haben sich viele BEV-Kunden gemeldet, die aufgrund von Preiserhöhungen von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht haben, ihren Vertrag mit der BEV gekündigt haben und zu den Stadtwerken Tecklenburger Land wechseln wollten“, schildert Marcus Rüdiger. „Die BEV hat reihenweise alle Übernahmen abgelehnt mit der Begründung, die Kunden hätten keine Kündigung vorgelegt.“        

Kunden brauchen neuen Energieversorger

Nun hat der Strom- und Gasanbieter BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH am 29. Januar 2019 beim Amtsgericht München einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Aufgrund dessen kann die BEV ihre Kunden nicht weiter mit Strom und Gas beliefern. Kunden müssen sich nach einem neuen Energieversorger umschauen. Bis sie den gefunden haben, werden die geprellten Kunden in ganz Deutschland nun von den jeweiligen Grundversorgern der Region beliefert. Häufig sind Grundversorgungstarife jedoch teurer als Sonderverträge.  

Das rät die Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, etwaige SEPA-Lastschriftmandate umgehend zu kündigen und kein Geld mehr auf Konten der BEV zu überweisen. Darüber hinaus gibt sie den Tipp, den Vertrag in jedem Fall außerordentlich zu kündigen und dies mit der Liefereinstellung zu begründen. Ob die BEV-Kunden etwaige Guthaben erstattet bekommen, ist fraglich. Dazu heißt es auf der Internet-Seite der Verbraucherzentrale: „Diese Ansprüche werden Sie vermutlich im Rahmen des Insolvenzverfahrens stellen müssen. Dafür ist es jetzt noch zu früh, der Insolvenzverwalter wird Sie später informieren.“  

Seriöse Anbieter achten auf Sicherheit und Service

Nach Einschätzung von Marcus Rüdiger sind die aktuellen Ereignisse exemplarisch für die Branche. „Billiganbieter arbeiten mit kalkulatorisch oftmals fragwürdigen Grundlagen. Statt mit übertriebenen Boni und Billigtarifen zu werben, achten seriöse Anbieter dagegen auch auf Versorgungssicherheit und Kundenservice“, so Marcus Rüdiger. Die Verbraucherzentrale gibt dem Stadtwerke-Vertriebsleiter in diesem Punkt voll und ganz Recht. So fordert der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, von Vergleichsportalen, ihre Rankings an die Risiken der Anbieter anzupassen. Wörtlich heißt es dazu auf der Webseite der Verbraucherzentrale: „Der Fall BEV zeigt erneut, dass es für Verbraucher eine Zumutung ist zu erkennen, welchem Energieversorger sie trauen können. Nach TeldaFax, FlexStrom und Care Energy geht wieder ein Anbieter mit fragwürdigem Geschäftsmodell pleite. Verbraucher wären besser geschützt, würden Vergleichsportale beim Ranking der Energieanbieter stärker berücksichtigen müssen, ob diese nur kurzfristig oder dauerhaft günstige Tarife anbieten.“

Bei Fragen können sich ehemalige BEV-Kunden im Kundenzentrum der Stadtwerke Tecklenburger Land an der Kanalstraße 2 in Ibbenbüren informieren. Die Mitarbeiter des Kundenzentrums stehen montags bis freitags von 9 bis 13.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr persönlich und telefonisch zur Verfügung.