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Was passiert bei einer Störung im Stromnetz?

Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, die SWTE Netz, ist verantwortlich für das Stromverteilnetz in den sieben Kommunen Hopsten, Hörstel, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln. Als eigenverantwortlicher Netzbetreiber kümmern sich unsere Kolleginnen und Kollegen um eine sichere Stromversorgung. Wenn also der Strom ausfällt, sind wir als Stadtwerke auch dafür verantwortlich, das Problem zu erkennen, zu lokalisieren und zu beheben. Was bei einer Störung im Stromnetz genau passiert und wie der Netzbetreiber daran arbeitet, die Stromversorgung schnellstmöglich wieder herzustellen, das erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Ein Stromausfall kann verschiedenste Gründe haben. Häufig hängen Störungen in der Stromversorgung mit äußeren Einflüssen wie Unwettern oder unsachgemäßen Arbeiten auf Baustellen zusammen, so dass Stromleitungen beschädigt werden können. Schlägt zum Beispiel bei Gewitter der Blitz ein, lösen die Sicherungen aus und die Stromversorgung fällt in den Bereichen, die über diese Leitung versorgt werden, vorübergehend aus.

Bei jedem Stromausfall in unserem Netzgebiet arbeiten unsere Monteure als erstes daran, die Stromversorgung schnellstmöglich wieder herzustellen. Das passiert in der Regel über das Umschalten. In weiten Teilen ist das Stromnetz redundant aufgebaut, so dass die Stromversorgung über andere Leitungen erfolgen kann. Manchmal kommen mobile Aggregate zum Einsatz, um die Stromversorgung wieder herzustellen. So kann eine beschädigte Leitung stromfrei geschaltet werden, ohne dass die nachgelagerte Versorgung längerfristig ausfällt.

Von der Störung bis zum Netzbetreiber

Wie aber erfahren die Netzbetreiber von etwaigen Ausfällen in der Versorgung? Einen Überblick über die Mittelspannungsnetze unserer Region hat die Systemführung, auch Leitstelle genannt, der Westnetz GmbH in Osnabrück. Als sogenannter vorgelagerter Netzbetreiber überwacht die Westnetz mit ihrer Leitstelle in vielen Kommunen auch über unser Versorgungsgebiet hinaus die Stromversorgung. Im Falle einer Störung bekommt die Leitstelle eine Meldung, dass ein Leistungsschalter ausgelöst hat und welche Leitungen betroffen sind. Wo genau die Störung liegt, können die Mitarbeitenden der Leitstelle nicht im Detail erkennen. In vielen Fällen melden sich auch Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Gebiete und geben über die Störungshotline eine Störung bekannt. Die SWTE Netz betreibt als Stromversorger in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln eine Störungs-Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Rufnummern der Hotline findet ihr hier.

Bei einem Stromausfall im Netzgebiet der Stadtwerke Tecklenburger Land bekommen die Mitarbeitenden im Netzbetrieb bei der SWTE Netz von der Netzführung eine Meldung, dass eine Störung im Stromnetz vorliegt. Unser Bereitschaftsdienst ist an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr zu erreichen. Die Monteure starten umgehend, um die Stromversorgung umzuschalten, den Fehler zu lokalisieren und zu beheben.

In direktem Austausch mit der Leitstelle in Osnabrück schalten die Monteure bestimmte Leitungen um, damit die Stromversorgung über andere Leitungen gewährleistet ist und im besten Fall nur die Leitung stillgelegt ist, in der sich auch die Störung befindet.

Kabelmesswagen hilft bei der Ortung von Defekten

Wenn die Monteure den Bereich der Störung lokalisiert haben und wissen, welche Leitung betroffen ist, können sie manchmal trotzdem nicht genau ermitteln, an welcher Stelle genau das Kabel defekt ist. Das ist zum Beispiel bei wetterbedingten Störungen der Fall. In solchen Situationen kommt der Kabelmesswagen ins Spiel.  Mittels Prüfspannung lässt sich der Schaden dann ganz genau orten. Das ist natürlich hilfreich, weil für die Reparatur die Straßendecke nicht großflächig aufgenommen werden muss, sondern ganz punktgenau repariert werden kann. Grundsätzlich ist beim Umgang mit defekten Stromleitungen immer höchste Vorsicht geboten. Unsere Kollegen beachten viele Sicherheitsmaßnahmen, damit niemand verletzt wird.

Bereitschaftsdienste – wer ist nach Feierabend verantwortlich?

Es kann natürlich auch vorkommen, dass der Strom außerhalb der regulären Arbeitszeit ausfällt. Die Störungshotline ist rund um die Uhr besetzt und auch die Leitstelle geht niemals außer Betrieb. Auch bei der SWTE Netz gibt es immer Mitarbeitende, die dafür sorgen, dass auch nachts und am Wochenende im Falle eines Notfalls gehandelt werden kann. Die Kollegen des Netzbetriebes wechseln sich mit Bereitschaftsdiensten ab. Jeweils zwei Monteure haben Bereitschaftsdienst. Sie werden über eine Bereitschaftsnummer informiert, sobald eine Störung auftritt. Bei größeren Ausfällen oder besonderen Vorkommnissen steht die übergeordnete Bereitschaft zur Verfügung und kann im Notfall auch einschreiten und unterstützen.

Kommunikation ist wichtig

Im gesamten Prozess eines Stromausfalls ist Kommunikation von besonderer Bedeutung. Egal ob mit der Leitstelle, mit den Kundinnen und Kunden, die von einer Störung betroffen sind, oder die Kolleginnen und Kollegen untereinander: Kommunikation ist essenziell, um einerseits die Sicherheit der Monteure zu gewährleisten und andererseits die Kunden zu informieren und Transparenz zu schaffen. Auch du hast die Möglichkeit, dich auf unserer Website über etwaige Störungen zu informieren. Auf unserer Website findest du die Störungsauskunft, die rund um die Uhr aktuelle Informationen über Störungen liefert.

Du interessierst dich für unser Stromnetz? In unserem Blogbeitrag erfährst du, wie unser Stromnetz aufgebaut ist. 

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